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September 2025

Stellungnahme des Bündnisses Gleichstellung Lausitz
zur Unterstützung des Bündnisses „Gleichstellung #unverhandelbar“

Seit 2021 setzt sich das Bündnis Gleichstellung Lausitz länderübergreifend dafür ein,
Gleichstellung sichtbar, verbindlich und zukunftsfest zu verankern.
Wir wissen aus unserer Arbeit: Gleichstellung ist kein „nice to have“, sondern Grundvoraussetzung
für Demokratie, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die aktuellen Vorschläge, kommunale Gleichstellungsbeauftragte in Sachsen abzuschaffen oder
ins Ehrenamt abzuschieben, stellen einen massiven Rückschritt dar.
Sie bedrohen demokratische Strukturen vor Ort und schwächen den Einsatz für Gewaltprävention,
Vereinbarkeit von Familie und Beruf, faire Chancen am Arbeitsmarkt, geschlechtergerechte
Stadt- und Regionalplanung sowie politische Teilhabe.

Wir schließen uns deshalb uneingeschränkt dem Bündnis „Gleichstellung #unverhandelbar“ an.
Gleichstellungsarbeit darf nicht ausgehöhlt, sondern muss gestärkt werden – auch im ländlichen
Raum und gerade in Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher Transformation.
Unsere Erfahrungen im Strukturwandel zeigen: Ohne eine konsequente Gleichstellungsperspektive
verlieren Regionen Zukunftskraft, Fachkräfte und Demokratievertrauen.

Wir fordern Politik und Gesellschaft auf, klare Kante zu zeigen:

  • Keine Streichung, keine Entwertung der Gleichstellungsbeauftragten.
  • Stärkung der gesetzlichen Grundlagen, damit Gleichstellung verbindlich bleibt.
  • Sichtbarkeit und Wertschätzung für die Arbeit der Gleichstellungsakteur*innen vor Ort.

Wer Gleichstellung ernst meint, muss diese Strukturen schützen und ausbauen.
Denn Gleichstellung ist Verfassungsauftrag – und damit wie Demokratie selbst: nicht verhandelbar.

gez.
Bündnis Gleichstellung Lausitz